Ideen: Organisation mit OneNote


Backstage / 15. Jun 2018

Eine Idee nach der anderen

Ich gebe mir Mühe nur ein Schreibprojekt nach dem anderen abzuarbeiten – was gar nicht so einfach ist mit einer Horde Plotbunnys, die einen immer wieder überfällt. Denn die neue Idee ist natürlich die Idee. Alles andere möchte man am liebsten stehen und liegen lassen und nur die eine Idee umzusetzen – denn das ist schließlich die Idee. Bis zur nächsten Idee. Dann ist die nächste Idee, die Idee.

Sorry, dumme Idee.

Nein, man lässt schließlich nicht alles stehen und liegen. Die vorherige Idee ist schließlich immer noch toll, man hat schließlich für diese Idee gebrannt (und tut es vielleicht immer noch) – also kümmert man sich um beide Ideen. Gleichzeitig. Man ist schließlich organisiert, man ist multitaskingfähig. Und drei – auch kein Problem. Vier – gib her. All diese Ideen wollen schließlich umgesetzt werden. Und was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!

Sorry, auch eine dumme Idee.

Ich gebe dir Brief und Siegel – die Wahrscheinlichkeit, dass das schief geht ist sehr hoch. Am Ende wird es keine dieser Ideen zu einer Geschichte schaffen, unter der schließlich das zufriedene Wort „Ende“ steht.

Woher ich das weiß?

Ich hab doch schließlich gerade erst mit dem Schreiben angefangen. Ja, aber – Achtung Spoiler – diese Vorgehensweise bezieht sich nicht nur aufs Schreiben. Der Bereich ist fast egal: Wenn man zu viele Ideen/Projekte/ etc. gleichzeitig – alleine! – planen, umsetzen und erfolgreich zu einem Abschluss bringen will, geht das nicht auf Dauer gut. Die Erfahrung habe ich während meiner Zeit an der Uni gemacht: So viele Ideen, soviel was man ausprobieren, erforschen, umsetzen kann, will, muss, soll …

Sagen wir so: Ich habe rechtzeitig die Kurve bekommen und habe jetzt meinen Doktortitel in Chemie. Aber (wie bei vielen): es war zwischendurch der Tanz auf der Rasierklinge zum Burnout.

Soviel zu meinen Erfahrungen – zurück zum eigentlichen Thema:

Was tun mit den vielen Ideen?

Meistens kommen die Ideen, wenn man keine Möglichkeit hat diese aufzuschreiben. In dem Artikel Phase 1: Am Anfang steht die Idee … habe ich schon erläutert, wie ich damit umgehe: In wenigen Sätzen gedanklich ausformulieren und später aufschreiben. Wie erwähnt, nutze ich für die Organisation meiner Ideen OneNote.

Was finde ich an OneNote so toll?

Dort kann ich einzelne Notizbücher anlegen, die feinsäuberlich untereinander abgelegt sind, die ich also alle mit einem Blick sehe und mit einem Klick Zugriff drauf habe.

In einem einzelnen Notizbuch kann ich wiederum Abschnitte anlegen und in jedem Abschnitt weitere Seiten. Auf eine Seite kommen dann meine Notizen zu dem jeweiligen Thema. Das Ganze ist also auf drei Ebenen organisiert.

Ich habe u.a. ein Notizbuch „Ideenfetzen“. Hier kommt alles rein, wo ich wirklich nur eine grobe Idee habe. Ein paar Stichworte, der Grundgedanke. Wird eine Idee größer, bekommt sie ein eigenes Notizbuch.

Aber ich sammle hier nicht nur Ideen. Auch alles Wissenswerte, was ich rund um das Thema Schreiben oder die verschiedene Programme finde, lege ich hier ab. So hab ich alles an einem Ort versammelt und muss mich nicht erst durch verschiedene Dokumente klicken. Sowas finde ich praktisch. Und Hilfsmittel für meine Organisation müssen genau das sein: praktisch.

PS: Sollten beim Öffnen von OneNote die Notizbücher nicht zu sehen sein, einfach auf „Ansicht“ und „Normalansicht“ klicken.

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