Schnecken – sie und ich werden wohl keine Freunde


Quer Beet / 29. Jul 2019

Wie im Monatsrückblick vom Juni angedeutet, hatte ich dieses Jahr meinen „Spaß“ mit Schnecken. Oder wie ich geschrieben habe: „Ich bin ja normalerweise ein Freund von Leben und Leben lassen, aber dieses Jahr haben mich doch gewisse Bewohner meines Gartens zur Weißglut getrieben! „

Junge Sonnenblumen schmecken gut …

Nachdem sich in diesem Jahr keine einzige Sonnenblume in meinem Garten zu zeigen schien, beschloss ich nachzuhelfen und selber auszusäen.

Sonnenblumen aussähen ist wirklich kinderleicht: Die Samen auf feuchte Blumenerde streuen und wenige Tage warten. Auch meine Sonnenblumen ließen nicht lange auf sich wartet und keimten eifrig. Nach einer überstandenen Invasion von Blattläusen (um die sich eine Brigade von Marienkäfern gekümmert hatte), pflanzte ich meine kleinen Sonnenblumen ins Freiland. Und damit begann das Drama.

Am nächsten Tag fehlte eine Pflanze. Spurlos verschwunden. Am Tag darauf waren wieder Pflanzen verschwunden – und am dritten Tag war keine Sonnenblume mehr zu sehen. Da die Tagetes daneben noch unversehrt waren, schloss ich Schnecken erst einmal aus. Denn wenn eine Pflanze von Schnecken gefressen wird – dann die Tagetes! (Gartenjournal: Tagetes gegen Schnecken)

Am nächsten Tag waren allerdings eben jene Tagetes angefressen – und vollgeschleimt! Da dämmerte mir, dass meine bisherigen Sonnenblumen wohl doch alle den Schnecken zum Opfer gefallen waren.

… kleine Malven noch viel besser

Nachdem die Schnecken also den ersten Versuch gefressen hatten, startete ich eine zweiten Anlauf – und wie sich zeigte, war ein dritter nötig. Denn die Biester waren auf den Geschmack gekommen – selbst im Aussaatkasten auf dem Gartentisch waren die Schnecken über die jungen Sonnenblumen hergefallen!

Also wurde der dritte Versuch auf den Steg zum Gartenteich gestellt – in der Hoffnung, dass Schnecken nicht über die Holzplanken kommen. Tja, sie kamen drüber – hatten sich aber diesmal an den Jungpflanzen der Malven vergriffen. Bevor ich allerdings richtig fluchen konnte, entdeckte ich eine dicke Schnecke kieloben im Gartenteich treibend – neben einem angefressenen Seerosenblatt. Ich muss ehrlich sagen: Mein Mitleid hielt sich doch arg in Grenzen …

… und für jungen Ziersalbei wird alles stehen und liegen gelassen!

Danach wurden meine Sonnenblumen, Tagetes und Malven für ganze drei Tage in Ruhe gelassen. In der Zeit hatte nämlich eine weitere Pflanze begonnen ihren zarten Triebe auszustrecken: Ziersalbei – blüht herrlich und die Hummeln lieben ihn! Und die Schnecken offensichtlich auch. Die zuvor heißbegehrten Sonnenblumen und Malven wurden auf einmal links liegen gelassen, nun wurde der Salbei mit Stumpf und Stiel gefressen.

Salbei weg, Sonnenblumen weg – und die Malven haben nun die Rauben. Ich hatte mich schon gewundert, was das für kleine blaue Punkte sind, die einer der Schmetterling hinterlassen hatte. Ja, es waren Eier. Und aus diesen Eiern sind Rauben geschlüpft. Und diese Rauben haben die Malven gefressen. Seufz. Dafür möchte ich jetzt aber auch Schmetterlinge haben, ja?

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