Schreiben im Mai – die Schreibroutine kommt zurück


Schreibtagebuch / 19. Mai 2020

Im April hatte ich durch das Camp NaNoWriMo zu so etwas wie einer Schreibroutine zurückgefunden. Im Schnitt war dabei mein Buchprojekt KaBiZ pro Tag um etwa 400 Wörter gewachsen. Das wollte ich im Mai natürlich fortsetzen.

Dafür habe ich mir wieder die Übersichtsgrafik wie im April in meinem BuJo angelegt – ich finde die Seite einfach schick. 😉 Ich habe inzwischen auch den Link wiedergefunden, wo ich diese gefunden habe.

Die Schreibroutine – Wunsch der Autor*innen

Spaßeshalber habe ich Routine einmal nachgeschlagen. Und laut Duden ist es eine “durch längere Erfahrung erworbene Fähigkeit, eine bestimmte Tätigkeit sehr sicher, schnell und überlegen auszuführen” oder die “[technisch perfekte] Ausführung einer Tätigkeit, die zur Gewohnheit geworden ist und jedes Engagement vermissen lässt”. Ähm, ja, letzteres klingt irgendwie leicht deprimierend.

Ich würde Schreibroutine daher so definieren, dass man sich jeden Tag (oder zumindest regelmäßig) an sein Buchprojekt setzt, ohne lange nach Ausreden zu suchen. So ähnlich wie beim Joggen: Am Anfang steht jedes Mal der zähe Kampf mit dem inneren Schweinehund. Aber dann fällt einem erst auf, dass man keine Lust hat, wenn man schon losgelaufen ist. Und schließlich kommt man nicht mehr ohne aus.

Ganz so weit bin ich beim Schreiben noch nicht. Wenn es gerade super läuft, dann freue ich mich natürlich darauf, am nächsten Tag weiterzuschreiben. Aber zur Zeit hänge ich an einem Abschnitt, bei dem ich mich total verrannt habe. Gerade ist es also ziemlich mühsam, sich ranzusetzen, die Datei aufzumachen – und zu schauen, was von dem Kapitel noch zu retten ist. Aber:

Wer pro Tag 100 Wörter schreibt, kommt auch ans Ziel ...

… oder so ähnlich. Manchmal läuft es prima und andere Tage sind zäh. Dann möchte man einfach nur noch auf “Löschen” drücken, weil man den Murks ganz bestimmt nicht überarbeitet bekommt. Aber auch das gehört dazu. Und ganz ehrlich: Ein leeres Blatt kann man auch wieder nicht überarbeiten.

So, jetzt einmal Butter bei die Fische: Wie ist der bisherige Monat gelaufen? Überraschend gut. Ja, es gab zwischendurch den ein oder anderen Tag, wo ich nicht zum Schreiben gekommen bin oder auch einfach einen Tag Pause brauchte. Aber in der Regel habe ich mich am darauffolgenden Tag wieder mit meinem Buchprojekt auseinandergesetzt. Dabei war mein Ziel minimal: Hauptsache schreiben, egal wie viel. Auch wenn es “nur” 200 Wörter waren. Egal. Jedes Wort bringt mich dem wichtigen Wort “Ende” etwas näher.

Vor gefühlten Ewigkeiten hatte ich berichtet, dass ich mit dem Überarbeiten von Teil 1 angefangen hatte, weil ich mit der Rohversion des kompletten Buches einfach nicht vorangekommen bin. Inzwischen ist die Rohversion von Teil 2 abgeschlossen. Drei Teile/Abschnitte hat das Projekt.

Und dann war da noch die Sache mit der Co-Autorin …

Da ich so lange nicht mehr an meinem Projekt gearbeitet hatte/arbeiten konnte, habe ich nun das Gefühl eine Co-Autorin zu haben. Nur das diese Co-Autorin mein Ich von vor ein, zwei Jahren ist. Dies führt beim Lesen meines Projektes mitunter zu einem Wechselbad der Gefühle:

  • Was für eine geniale Idee! Ja, das ist echt eine super Lösung für das Problem! Hab ich das etwa geschrieben? Mann, war ich mal gut!
  • Joa, im Ansatz okay. Ganz nett, kann man so machen, aber … nee, das löse ich anders.
  • Was für ein Schrott! Wer hat sich denn bitte den Mist ausgedacht?!

Und alles auf einer Seite 😉

Fazit

Ich arbeite daran, aber ich denke, ich bin auf dem besten Weg mir wieder eine Schreibroutine aufzubauen. Alle die auch noch damit kämpfen: Ich kann das Camp NaNoWriMo nur empfehlen. Mir hat es den nötigen Tritt in den Allerwertesten gegeben.

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